Nächste öffentliche Veranstaltung

Herzlich willkommen auf der Internetpräsenz des DRK Neuthard. Nächster geplanter Blutspendetermin nach derzeitigem Stand vorraussichtlich am 08.04.2021 in der Zeit von 14:30 bis 19:30 Uhr. Terminreservierung ab Ende März erforderlich.

Spende für die Notfallhilfe

Gerade in der Winterzeit und den mitunter schwierigen Straßenverhältnissen steht die Sicherheit unserer ehrenamtlicheren Helfer an vorderster Stelle. Neben der entsprechenden Schutzausrüstung gehört hierzu auch eine einwandfreie technische Ausstattung. Bereits Ende letzten Jahres mussten die Reifen unseres Golfs ersetzt werden. Die Firma „Armbruster & Helfer Kfz Service Karlsdorf“ übernahm hierbei als Spende die Hälfte der Kosten sowie die Montage der neuen Ganzjahresreifen. Das gesamte Team der Notfallhilfe bedankt sich hierfür recht herzlich!

 Clipboard01

Nach 251 Einsätzen in 2019 rückte die Notfallhilfe im Jahr 2020 zu insgesamt 209 Einsätzen aus. Der Rückgang der Einsatzzahlen ist bedingt durch die rund dreimonatige angeordnete Außerdienststellung der Notfallhilfen im Stadt- u. Landkreis aufgrund der Corona-Pandemie zwischen Mitte März bis Mitte Juni.


In Kategorien zusammengefasst stellt sich die Einsatzverteilung wie folgt dar:


- 123 internistische Notfälle (z. B. Atemnot, Herz-Kreislauf-Notfall, Herzinfarkt)
- 36 chirurgische Notfälle (z. B. Haus- und Sportunfälle)
- 19 neurologische Notfälle (z. B. Schlaganfall)
- 13 Verkehrsunfälle
- 18 sonstige Einsätze

 


Auf den Zeitraum unter der Woche zwischen halb neun vormittags und vier Uhr nachmittags entfielen knapp 33% aller Einsätze. Rund 19% der Einsätze fanden zwischen abends um zehn Uhr und morgens halb sieben statt. Für die ehrenamtlichen Mitglieder der Notfallhilfe bedeutete dies oft eine Unterbrechung der Nachtruhe.


Das Notfallhilfe-Team besteht derzeit aus einem Rettungshelfer, drei Rettungssanitätern, einem Rettungsassistenten sowie zwei Mitgliedern, welche die höchste nichtärztliche medizinische Berufsausbildung, den sogenannten „Notfallsanitäter“ besitzen.


Leider konnte fünf Patienten nicht mehr geholfen werden, sie waren bereits (seit längerer Zeit) verstorben. Fünf Reanimationen blieben trotz intensiver Bemühungen der Notfallhilfe und des Rettungsdienstes erfolglos. Vier Reanimationen waren primär erfolgreich und die Patienten wurden durch den Rettungsdienst in eine Klinik verbracht.


Beinahe alle Mitglieder des Notfallhilfeteams sind haupt- oder nebenberuflich im Rettungsdienst tätig. Alle bilden sich regelmäßig intern im DRK Neuthard sowie auch in Rettungsdienstfortbildungen weiter. Der Ausbildungsstand ist damit deutlich höher als die durch den Kreisverband geforderte Mindestausbildung.


Das vergangene Jahr 2020 war auch für die Notfallhilfe geprägt von der Corona-Pandemie. Nachdem ab Mitte Juni die Notfallhilfen wieder in Dienst gestellt wurden mussten Einsatz-Abläufe angepasst und eine nicht geringe Menge an Schutzausrüstung beschafft werden. Nach Einsätzen mit bestätigtem oder Verdacht auf Corona musste - auch während den Nachtstunden – nach dem Einsatz das verwendete Material sowie das Einsatz-Fahrzeug desinfiziert werden. Die Einsatzkräfte mussten im Gerätehaus duschen sowie einen Kleiderwechsel durchführen. Die kontaminierte Einsatzkleidung kam in die Desinfektionswäsche. Trotz des erhöhten Risikos bei solchen Einsätzen ist die Notfallhilfe auch bei Einsätzen dieser Art ausgerückt im Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu helfen und die Kolleginnen und Kollegen des hauptamtlichen Rettungsdienstes bei Bedarf im Einsatz zu unterstützen.


Die Entscheidung, ob die Notfallhilfe bei einem medizinischen Notfall alarmiert wird, obliegt der integrierten Leitstelle in Karlsruhe. Unsere Einsätze werden nicht durch die Krankenkassen bezahlt. Die Ausrüstung finanziert der DRK-Ortsverein Neuthard zusammen mit Hilfe der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard sowie aus Spenden. Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei allen Unterstützern und Spendern bedanken ohne die unsere wichtige Arbeit in diesem Umfang nur sehr schwer möglich wäre.


Möchten Sie ebenfalls unsere Notfallhilfe mit einer Spende unterstützen?

 

Volksbank StutenseeWeingarten eG

Konto: 20 85518 BLZ: 660 617 24
IBAN: DE87 6606 1724 0002 0855 18

 

Die DRK Notfallhilfe bedankt sich bereits jetzt für Ihre Unterstützung. Selbstverständlich erhalten Sie auf Wunsch eine Spendenquittung.

 

Das Notfallhilfe Team des DRK Neuthard

Foto Januar 2020

Nachdem die Notfallhilfen im Stadt- und Landkreis bedingt durch die COVID19-Lage in der ersten Jahreshälfte nur stark eingeschränkt eingesetzt wurde, werden diese seit Mitte Juni wieder regulär alarmiert. Im dritten Quartal dieses Jahres rückte die Notfallhilfe für Karlsdorf-Neuthard zu 73 Einsätzen aus und konnte bei vielen der Einsätze mit einer medizinischen Erstversorgung beginnen bis der Rettungsdienst eintraf. Rund 10% dieser Einsätze fand in den Nachtstunden statt. Trifft der Rettungsdienst ein wird der Patient an diesen übergeben und bei Bedarf unterstützt die Notfallhilfe selbstverständlich die Kolleg*innen des Rettungswagens bzw. des Notarzteinsatzfahrzeugs.

Gerade bei Einsätzen wie einer bewusstlosen Person oder einem Herz-Kreislaufstillstand ist es wichtig, das sogenannte „therapiefreie Intervall“ – also die Zeit zwischen Notruf und Eintreffen des Rettungsdienstes – so kurz wie möglich zu halten. Da ehrenamtliche Notfallhilfe, die mit ihren Einsatzfahrzeugen von zu Hause aus ausrückt, ist in der Regel wenige Minuten nach Alarmierung vor Ort beim Patienten. Ob die Notfallhilfe zum Einsatz kommt entscheidet die integrierte Leitstelle in Karlsruhe.

Alle Mitglieder der Notfallhilfe sind haupt-, nebenberuflich oder ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig und bilden sich regelmäßig in ihrer Freizeit fort.Notfallhilfe-Team

Nach rund drei Monaten als Praktikant in der Notfallhilfe verstärkt Felix Rößler, stellvertretender Bereitschaftsleiter des DRK Neuthard, das Team der Notfallhilfe.

Im Rahmen eines Mentoren-Programms kam er die letzten Monate als Praktikant auf einem unserer Einsatzfahrzeuge zum Einsatz. Im Laufe der mehrmonatigen internen Notfallhilfe-Ausbildung wurde ihm – unter Aufsicht und Anleitung – immer mehr Verantwortung im Einsatz übertragen. Hierzu zählte auch das sichere und verantwortungsbewusste Fahren auf Einsatzfahrten.

Parallel erfolgte eine vertiefte Ausbildung an theoretischen und praktischen Übungsabenden im DRK Ortsverein, sowie Dienste als Praktikant auf einem Rettungswagen.

Wir wünschen ihm Allzeit einen guten Einsatzdienst und stets eine unversehrte Rückkehr von den Einsätzen.

 

Felix Rößler

Der DRK-Kreisverband Karlsruhe e.V. bittet die Bevölkerung eindringlich, bei einem Notruf den Leitstellen-Disponenten das Krankheitsbild zu schildern und keine Symptome zu verschweigen.

Hintergrund ist der aktuelle Sachverhalt, dass Hilfeersuchende den Disponenten der Integrierten Leitstelle verheimlichen, dass sie Grippe ähnliche Symptome haben. „Vermutlich handeln die Personen so, weil sie die Befürchtung haben, dass ansonsten kein Fahrzeug der Notfallrettung kommt und Hilfe leistet“, so Daniel Schneider, Rettungsdienstleiter des DRK-Kreisverbandes Karlsruhe e.V..

„Das kann schwere und weitreichende Folgen für den Hilfesuchenden und unsere Mitarbeiter haben. Je nach Krankheitsbild sind unterschiedliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen.“

Heute teilte eine Patientin erst bei der Ankunft im Krankenhaus der Fahrzeugbesatzung mit, dass sie zusammen mit einer positiv auf Coronaviren getesteten Person in einer Wohngemeinschaft lebt. Dies hatte zur Folge, dass der DRK-Rettungsdienstleiter Daniel Schneider die Mitarbeiter in Quarantäne schicken musste und das Fahrzeug wegen Desinfektionsarbeiten mehrere Stunden nicht einsetzbar war.

„Selbstverständlich kommen wir zu jedem Hilfesuchenden – auch wenn er bereits am Coronavirus erkrankt ist, der Verdacht vorliegt oder anderweitig medizinische Versorgung benötigt wird“, so der DRK-Geschäftsführer Jörg Biermann. „Wir dürfen aber unsere Notfallrettung nicht dadurch schwächen, dass keine oder unwahren Schilderungen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungsleitstelle gegenüber gemacht werden. Ich appelliere an die soziale Verantwortung jedes Einzelnen“, so Jörg Biermann. „Wer, wie geschildert handelt, gefährdet nicht nur die DRK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern entzieht der Allgemeinheit auch notwendige Fahrzeuge der Notfallrettung.“